Wenn Sicherheit zur Gewohnheit wird

Vielleicht ist es nur eine Geschichte. Vielleicht aber auch ein kleiner Spiegel.

Die Geschichte vom Elefanten im Zoo.

🐘 Der Elefant

Es gab einmal einen Elefanten, der viele Jahre in einem kleinen Gehege lebte.

Es war nicht besonders groß.

Nicht besonders schön.

Aber er kannte jeden Baum.

Jeden Stein.

Jeden Schritt.

Eines Tages beschloss der Zoodirektor, dass der Elefant etwas Besseres bekommen sollte.

Das alte Gehege hatte seinen Zweck erfüllt.

Es war Zeit für etwas Neues.

Während die Bauarbeiten begannen, stellte man den Elefanten zu seinem Schutz in einen großen Käfig.

Von dort aus konnte er alles beobachten.

Tag für Tag entstand vor seinen Augen eine neue Welt.

Ein weitläufiges Gehege.

Ein großes Wasserbecken.

Sand.

Bäume.

Stämme.

Reifen zum Spielen.

Platz.

Viel Platz.

Als alles fertig war, wurde die Eröffnung gefeiert.

Besucher kamen.

Die Presse war da.

Alle warteten gespannt auf den großen Moment.

Langsam hob der Kran den schützenden Käfig an.

Der Elefant war frei.

Jetzt konnte er sein neues Zuhause betreten.

Doch stattdessen machte er drei Schritte.

Blieb stehen.

Drei Schritte in eine andere Richtung.

Blieb wieder stehen.

Er sah sich um.

Doch er wagte es nicht, das neue Gehege zu betreten.

Nicht, weil es ihm nicht gefiel.

Sondern weil das Alte so vertraut war.

🌿

Diese Geschichte begleitet mich bereits seit vielen Jahren.

Zum ersten Mal begegnete sie mir während meiner Trainerausbildung – und seitdem hat sie mich nie wieder losgelassen.

Immer wieder habe ich sie in Seminaren erzählt.

Und jedes Mal geschah etwas Faszinierendes.

Nicht sofort.

Es wurde nicht gleich diskutiert.

Es entstand keine schnelle Antwort.

Vielmehr war diese Geschichte wie ein Spiegel.

Ein Spiegel, der nicht sofort ein Bild zeigt.

Sondern einer, der seine Wirkung oft erst Tage oder sogar Wochen später entfaltet.

Manchmal erhielt ich erst lange nach einem Seminar eine Rückmeldung.

"Jetzt verstehe ich erst, was die Geschichte eigentlich mit mir gemacht hat."

Vielleicht liegt genau darin ihre Kraft.

Sie möchte niemanden überzeugen.

Sie lädt uns nur ein, einen Moment innezuhalten und uns selbst eine Frage zu stellen.

Manchmal brauchen wir Zeit.

Manchmal beobachten wir erst.

So wie der Elefant.

Doch irgendwann kommt vielleicht der Moment, in dem wir uns fragen:

Ist das Vertraute wirklich noch der richtige Ort für mich?

Oder hält mich nur die Gewohnheit fest?

🌿 Meine Einladung

Welche Gedanken sind dir beim Lesen dieser Geschichte gekommen?

Gab es einen Moment in deinem Leben, in dem du vor einem neuen Weg gestanden hast?

Und was hat dich damals zurückgehalten?

Oder vielleicht...

...welcher erste kleine Schritt könnte heute möglich sein?

Vielleicht ist Veränderung gar nicht der erste mutige Schritt.

Vielleicht beginnt sie mit der Bereitschaft, einen neuen Blick zu wagen.

Alles Liebe. Kathrin


Wer führt Regie auf der Bühne des Lebens?

Eine 7er-Legung für das Kollektiv

  • 1 Emotionale Verstrickung
  • 2 Mentale Unruhe
  • 3 Überforderung im Außen
  • 4 Raus aus dem Lärm

Die ersten vier Karten zeigen sehr klar, wodurch freier Wille aktuell 

eingeschränkt wird.

Die letzten drei Karten machen sichtbar, was gelöst werden darf und wie echte Klarheit wieder entstehen kann.

 

Wer führt Regie auf der Bühne des Lebens?

Der Weg zur wirklichen Sicherheit

  • 5 Einfluss & Manipulation
  • 6 Verlustangst
  • 7 Nebel & Übergang

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