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Entscheidungen beginnen oft im Kleinen

Heute mal eine kleine private Geschichte von mir:-), die gut zu unserem Thema der letzten 2 Wochen passt. Viel Erkenntnis und Freude beim Lesen.

Vor einigen Tagen habe ich etwas erlebt, das mich zum Nachdenken gebracht hat.

Eigentlich war es nur eine kleine Entscheidung. Und doch steckt darin so viel von dem, worüber ich in den letzten Wochen geschrieben habe.

Nach einem wunderbaren Kurzurlaub an einem Ort voller Natur und Stille kam ich nach Hause.

In der ersten Nacht konnte ich kaum schlafen.

Nicht, weil etwas anders geworden war.

Sondern weil ich plötzlich wahrnahm, wie laut mein Schlafzimmer eigentlich ist.

Autos.

Geräusche.

Lärm.

All das war schon immer da.

Nur hatte ich es bisher verdrängt. Irgendwie ging es schon. Aber eigentlich auch nicht.

Und genau das war der entscheidende Moment.

Ich hätte mich weiter ärgern können.

Ich hätte darüber schimpfen können.

Ich hätte sagen können: "Das ist eben so."

Doch in dieser Nacht entstand ein anderer Gedanke:

"Nein. Das möchte ich so nicht mehr."

Plötzlich war die Entscheidung klar.

Mein Schlafzimmer zieht um.

Nicht irgendwann.

Sondern morgen.

Noch in derselben Nacht holte ich den Zollstock hervor und begann zu überlegen, wie das Bett in mein ehemaliges Arbeitszimmer passen könnte.

In Gedanken hatte ich längst mit dem Umzug begonnen.

Am nächsten Morgen ging es los.

Noch vor dem ersten Kaffee.

Sogar vor der ersten Gassirunde – mein Hund musste sich diesmal ein wenig gedulden. 😊

Ich räumte Schränke aus.

Schob Möbel.

Baute das Bett auseinander.

Verfluchte die Imbusschrauben, die offenbar nur für Kinderhände konstruiert worden waren.

Zwischendurch stand das halbe Mobiliar kreuz und quer in der Wohnung.

Mein Hund beobachtete das Ganze mit einem Blick, der vermutlich sagte:

"Frauchen… hast du einen Plan?"

Ja.

Den hatte ich.

Und vor allem hatte ich Zeit.

Niemand drängte mich.

Also arbeitete ich in meinem Tempo in einer fast schon unerklärlichen Ruhe.

Stück für Stück.

Am Nachmittag war es geschafft.

Alles stand an seinem neuen Platz.

Bevor das Bett hineinkam, wurde natürlich noch gründlich geputzt – schließlich sollte sich der Raum auch frisch anfühlen.

Dann legte ich mich zum ersten Mal auf das Bett.

Ich schloss die Augen.

Und spürte sofort:

RUHE.

Eine Ruhe, die ich lange nicht mehr erlebt hatte.

In diesem Moment sprang mein Hund voller Begeisterung auf das Bett, bellte fröhlich, hüpfte wieder herunter und wieder hinauf.

Ich musste lachen.

Fast wirkte es, als wollte er sagen:

"Endlich! Das war längst überfällig."

Die erste Nacht war herrlich.

Ich schlief tief und entspannt.

Und auch mein Hund schlief ruhig durch.

Kein nächtliches Aufschrecken mehr, weil draußen jemand meinte, die Straße gehöre ihm allein.

Am nächsten Morgen hatte ich zwar einen ordentlichen Muskelkater.

Aber ich fühlte mich ausgeruht wie schon lange nicht mehr.

Was hat mir diese kleine Geschichte gezeigt?

Eigentlich musste ich nur eine einzige Entscheidung treffen.

Ziehe ich irgendwann einmal um?

Oder ändere ich das, was ich heute verändern kann?

Die Antwort war einfacher, als ich gedacht hatte.

Manchmal suchen wir nach großen Lösungen.

Dabei liegt die erste Veränderung direkt vor uns.

Ich musste weder mein Leben umkrempeln noch mein Zuhause verlassen.

Ich musste lediglich den Mut haben, Möbel zu verrücken.

So banal das klingt – genau darin steckt für mich eine wichtige Erkenntnis.

Entscheidungen folgen oft einem einfachen Weg

Zuerst kommt die Beobachtung.

Ich nehme etwas bewusst wahr.

Dann entsteht der Wunsch nach Veränderung.

Ich möchte, dass es anders wird.

Es folgt das Wissen.

Ich weiß, was zu tun ist.

Dann kommt das Können.

Ich habe die Fähigkeiten und die Möglichkeiten.

Und schließlich entscheidet meine Einstellung.

Bin ich bereit, ins Handeln zu kommen?

Oder rede ich mir ein, dass es ohnehin nichts bringt?

Mein Fazit

Diese kleine Geschichte handelt eigentlich gar nicht von einem Schlafzimmer.

Sie handelt von Entscheidungen.

Im Kleinen wie im Großen.

Oft glauben wir, Veränderung müsse riesig sein.

Doch manchmal genügt es, einen Raum zu wechseln.

Einen ersten Schritt zu wagen.

Oder einfach einmal ehrlich hinzuschauen.

Denn in dem Moment, in dem wir bewusst beobachten, verändert sich bereits etwas.

Nicht immer sofort im Außen.

Aber immer in uns.

Und genau dort beginnt jede Entscheidung.

Welche kleine Veränderung schiebst du vielleicht schon lange vor dir her – obwohl sie dein Leben spürbar leichter machen könnte?


Wer führt Regie auf der Bühne des Lebens?

Eine 7er-Legung für das Kollektiv

  • 1 Emotionale Verstrickung
  • 2 Mentale Unruhe
  • 3 Überforderung im Außen
  • 4 Raus aus dem Lärm

Die ersten vier Karten zeigen sehr klar, wodurch freier Wille aktuell 

eingeschränkt wird.

Die letzten drei Karten machen sichtbar, was gelöst werden darf und wie echte Klarheit wieder entstehen kann.

 

Wer führt Regie auf der Bühne des Lebens?

Der Weg zur wirklichen Sicherheit

  • 5 Einfluss & Manipulation
  • 6 Verlustangst
  • 7 Nebel & Übergang

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